Zeugnis von Ursula D.

 uschi-d

  Mein Name ist Ursula Christina D. ,jeder nennt mich kurz Uschi. Geboren wurde ich in Oppeln, in der Nähe Neuhammers in Polen. In meinem dritten Lebensjahr sind meine Mutter, mein Zwillingsbruder Hansi sowie ich nach Deutschland gezogen. Mein Vater, welchen ich niemals kennenlernte, blieb in Polen. Als ich 8 Jahre alt war, heiratete meine Mutter erneut einen polnischen Mann. Hansi und ich hatten eine schöne Kindheit. Unsere Großeltern wohnten mit uns zusammen in einem Haus, das einen schönen großen Garten hatte, in dem wir als Kinder immer spielten. Dabei fiel die Obhut ganztägig auf meine Oma, da unsere Eltern beide berufstätig waren. Mit sehr viel Liebe haben sie uns beide großgezogen. Mit 13 Jahren bekam ich einen weiteren Bruder, den Roland. Diesem erfreulichen Ereignis stand aber der Tod meines Opas entgegen, welcher sich im selben Jahr ereignete und uns in Trauer versetzte. Kurz darauf zogen wir alle ins Haus meiner Oma, welches geräumiger war.

   Mit einundzwanzig Jahren bekam ich meine Tochter Manuela. Mein Freund verhielt sich mir gegenüber leider immer schlecht und so trennten sich unsere Wege – ich blieb allein. Ungefähr ein Jahr später lernte ich meinen jetzigen Ehemann Noel S. kennen, ein sehr netter und höflicher Mann mit guter Erziehung. Geflucht hat er nicht und sprach auch nie schlecht über jemanden, etwas was ich sehr schön fand. Seinen Anstand sehend, verliebte ich mich in ihn. Kennengelernt hatten wir uns 1976 und haben 1979 geheiratet. Zusammen bekamen wir 4 Kinder, die Melanie, den Mark, Marvin und Melvin. Wir lieben sie alle sehr und danken dem Herrn für sie.

   Mein Ehemann wurde auf Barbados geboren, einer, der schönsten Inseln der Karibik. Für einen bestimmten Zeitraum war er als Soldat in der Luftwaffe Englands stationiert, später auch in Deutschland. Heute bin ich überzeugt, dass der Herr derjenige war, welcher uns zusammengeführt und vereint hat.

   Der christliche Glaube war in meinem Mann sowie seiner Familie verankert, lange bevor ich ihn kennengelernt habe.

   Die Suche nach Gott begann im März 1995 mit dem Tod meiner Oma, welche ich über alles liebte und mit der ich sehr verbunden war. Es war fürchterlich für mich und ein sehr großer Verlust, sodass ich vor Trauer fast krank wurde. Niemand konnte mir mehr helfen, ich war untröstlich, denn auch mein kleiner Bruder Roland verstarb zeitgleich. Unsere ganze Familie war schockiert, wir durchlebten triste Tage voller Melancholie.

   Mein Mann hatte den guten Einfall, dass wir in die Karibik für einiege Zeit ziehen, um dort die Trauer mit Hilfe anderer Bilder vor Augen schneller überwinden zu können. Somit sind wir dann nach Barbados gezogen und blieben dort für ungefähr 10 Monate. Seine Familie stellte uns ein schönes Haus direkt am Strand zur Verfügung, welches uns sehr gefiel, vor allem den Kindern, die vom Anblick des naheliegenden Strandes außer sich vor Freude waren. Manuela und Marvin, der damals 19 war, arbeiteten in diesem Zeitraum, alle anderen gingen in die örtliche Schule. Während Manuela auf der Arbeit war, passte ich auf ihren kleinen Sohn Jeremy auf. Mein Mann seinerseits fuhr zweimal die Woche unsere Söhne zur Musikschule.

   Eines Abends als er nach Hause kam, sagte er mir er habe eine Überraschung für mich und zwar wolle er dafür, dass ich mit ihm und unseren Söhnen nächstes Mal mitfahren soll. Über was es sich konkret handelte sollte ich später erfahren. Dies war das erste Mal nach langer Zeit, dass ich eine undefinierbare Freude verspürte, ohne zu wissen woher sie kam. Nach zwei Tagen fuhren wir mit dem Auto zusammen zur Musikschule. Dort angekommen gingen die Kinder zur zum Musikunterricht und für mein Mann war die Zeit gekommen mir die versprochene Überraschung zu offenbaren. Er fuhr mich zu einer Kirche, voller Menschen, welche mit erhobenen Armen den Herrn mit Liedern besangen. Wir hatten so geparkt, dass wir sie sie unbemerkt beobachten konnten. Diese Menschen haben mich sehr fasziniert und ich dachte mir sie müssten sehr heilig sein. Ich verspürte großen Frieden in meinem Herzen in diesem Moment und wir blieben ungefähr eine Stunde dort und betrachteten das Geschehen. Der Gedanke, dass es wahrhaftig einen Gott geben muss stieg in mir auf und plötzlich füllte sich meine Seele mit Frieden und Freude. Ich spürte wie eine Wärme mich umgab und fing an zu weinen ohne stoppen zu können. Das was geschah, war unbeschreiblich und man konnte es nicht erklären. Ich fühlte mich unerklärlicherweise glücklich und all‘ meine Trauer verschwand in jenem Moment. Mein Mann beschloss auf dem Weg nach Hause den nächsten Sonntag mit den Kindern in die Kirche zu fahren. Ich konnte nicht hingehen, denn meines Erachtens war ich im Gegensatz zu den Menschen dort nicht heilig, somit lehnte ich ab. Er widerherum war über meine Ansichtsweise verwundert und sagte mir, dass alle Menschen zu Christus gehen können. Ich gab ihm zu verstehen, dass ich einerseits Angst hatte, anderseits doch gerne hingehen würde. Bis zu diesem Sonntag waren es noch fünf Tage voller Ungeduld, zugleich auch einer undefinierten Angst. Der Sonntag kam und wir bekleideten uns alle formell, die Kinder waren schon ungeduldig, als mich plötzlich wieder diese Angst überkam und ich meinem Mann sagte, ich könne nicht mit und würde besser zuhause bleiben. Dieser und die Kinder wollten von dem nichts wissen und bestanden darauf, dass ich mitkommen sollte. Letzten Endes haben sie mich überzeugt. In der Kirche angekommen wurden wir ganz herzlich empfangen und mit so einer Liebe begrüßt, welche ich zuvor noch nicht erlebt hatte und somit auch nicht richtig beschreiben konnte. Trotz den Anweisungen Meines Mannes mich nach vorne zu setzen, setzte ich mich ganz nach hinten, weil ich mich nicht traute und fürchtete, dass Gott mir nicht erlauben würde in der Kirche zu sein. Ich fühlte mich nämlich, als wäre ich nicht so rein, wie Gott es gerne hätte. Gott hat mich selbstverständlich nicht hinausgeworfen, ich weinte jedoch ständig und fühlte mich nicht würdig von Gott und diesen Menschen geliebt zu werden. Gottes Anwesenheit war spürbar und ich fühlte, dass er da war. Nach dem Gottesdienst wurde ich von den Geschwistern gefragt, wie lange ich gläubig sei. Auf meiner Antwort, ich wäre es lediglich nur fünf Tage, erwiderten sie, ich sei noch ein Säugling im Glauben. Im Anschluss gingen wir an einen anderen Ort, an dem wir über den Herrn redeten. Es war ein sehr schöner Tag wie seither noch nie und ich wollte von dem Moment an immer nah beim Herrn sein.

   Eines Abends, als alle schon zu Bett gegangen waren, las ich noch in der Bibel, als plötzlich ein großes Licht das Zimmer erleuchtete und in diesem ich den Herrn ausmachte. Ich sah zwar nicht sein Gesicht, jedoch sein schneeweißes Gewand und seine Hand, welche ein Zepter hielt. Erschüttert konnte ich weder glauben noch begreifen was geschehen war, es kam überraschend. Meine Gefühle waren gemischt aus Ehrfurcht, Angst und unaussprechlicher Freude. An Schlaf war nicht zu denken. Tagsüber erzählte ich meiner Familie was sich ereignet hatte. Durch dieses unglaubliche Ereignis verspürte ich die Not dem Herrn näher zu kommen. Ich verstand nun, dass der Herr lebendig ist und dies kein Traum gewesen war.

   Seitdem gingen wir täglich in die Kirche und studierten die Heilige Schrift. Ungefähr ein Jahr später kehrten wir nach Deutschland zurück, denn ich vermisste meine Eltern zu sehr.

   Überzeugt über die Wahrheit des Evangeliums und dass Gott ohne Zweifel lebendig ist, traf ich die Entscheidung mich in einer Pfingstgemeinde taufen zu lassen. Ich spürte die Notwendigkeit mich von meinen Fehlern und Sünden rein zu waschen, sowie mein altes Ich zu verlassen und nunmehr dem Herrn zu folgen. Denn dies sagt auch das Wort Gottes: „Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabedes Heiligen Geistes empfangen.“ ( Apostelgeschichte 2, 38 ) Nach zwei Jahren lernte ich die Freie Apostolische Pfingstgemeinde Düsseldorfs kennen, in der ich auch bis heute bin. Bereits eine Woche im Vorfeld(vor meiner Geistestaufe) spürte ich die Anwesenheit des Herrn ohne dies jedoch richtig einordnen und bestimmen zu können. So kam nun der Herr eine Woche später und taufe mich im Gebet auf den Knien mit dem Heiligen Geist in der Gemeinde Hückelhovens,welche die gleiche Gemeinde wie in Düsseldorf war. Meine Freude war unbeschreiblich. Das ist eins der größten Wunder die man erleben kann. Dieses Erlebnis kann man weder beschreiben noch verstehen, man muss es einfach erleben. An einem Sonntag in der Gemeinde, sah mein Mann, der neben mir kniend im Gebet war, eine Vision, dass feurige Zungen über den Köpfen der mit dem Heiligen Geist getauften Geschwister schwebten, sowie es auch in der Heiligen Schrift steht: „Und als der Tag der Pfingstensich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen. Und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen wie von einem daher fahrenden gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten. Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab.“ ( Apostelgeschichte 2, 1-4) Als wir wieder Zuhause waren, war Noel noch tief Beindruckt von dem, was er in seiner Vision gesehen hatte, sodass er weiter darüber nachdachte und es mir anvertraut hat. Gepriesen sei der Name unseres Herrn. Wir sind dankbar für alle seine großen Taten, vor allem jedoch für sein Opfer auf dem Kreuz, ohne dies wir keine Errettung hätten.

   Ich begriff, nachdem ich alle Gemeinden, in denen ich war, verglichen hatte, dass in dieser das Wort Gottes richtig gelehrt wird und traf so die Entscheidung für immer in dieser Gemeinde zu bleiben. Die Wahrheit des Evangeliums spiegelt sich in den Weissagungen, welche der Herr den Geschwistern schenkt wider und gibt uns so seinen Willen und die Wahrheiten zu verstehen. Diese und alle weiteren Gaben schenkt er denjenigen, welche sie mit Eifer und Glauben erbitten. Der Herr ermahnt, prüft und tröstet uns durch diese Gaben und führt uns auf seinem Weg. Jedermann kann dies nachprüfen und erleben. Ich danke dem Herrn, dass er mich zu sich geladen hat und auch dafür, dass er mich auf seinen Weg geführt hat. Mein früheres Leben erschien mir ohne Seine Anwesenheit als vergeudet und verloren.

   Nach wie vor hab ich noch viele und große Probleme in meiner Familie. Unser Sohn Mark nahm Drogen zu sich und war davon so krank geworden, dass die Ärzte keine Hoffnung mehr in seiner Situation sahen. Er fiel ins Koma, seine Nieren funktionierten nicht mehr, sein Gehirn gab kein Lebenszeichen und nur der Tropf der Maschine hielt ihn am Leben. Mark war so mager geworden, dass jemand meinen konnte er wäre bereits tot. Wir alle glaubten gemäß den Beschreibungen der Ärzte, dass jegliche Heilung ausgeschlossen sei und Mark letztendlich sterben würde. Frustriet und mit Furcht im Herzen haben wir den Herrn angefleht. Die ganze Gemeinde fastete und betete mit uns für Mark. Dort wo er sich tagelang im Koma befand und nichts von der Außenwelt wahrnahm, kam der Herr und schenkte Gnade und führte ihn langsam zurück. Gott hatte mit wunderbarer Art gewirkt und wir konnten unseren Augen nicht trauen, wie der Herrr ihn wieder lebendig gemacht hatte. Durch dieses Wunder lebt er heute mit einer Frische und Lebendigkeit, als wäre nicht er derjenige gewesen, der im Sterben lang. Zuhause sprechen wir immer über das Erbarmen und die grenzenlose Liebe des Herrn. Mark seinerseits ist sehr gerührt und dankbar, dass der Herr in seinem Leben und Problem gewirkt hat. Er kommt nun mit mir in die Gemeinde und dankt und preist den Herrn. Alle vorhandenen Probleme halten mich beim Herrn, weil er mir so Kraft schenkt und mich stützt. Ich liebe den Herrn sehr und bin ihm zu Dank verpflichtet für all‘ das was er in meinem Leben getan hat. Sein Name sei ewiglich gepriesen. Viele fragen mich, wie ich die ganze Situation bewältigen kann. Meine Antwort ist stets, nur durch die Gnade des Herrn sei dies möglich. Alles ist möglich bei Gott und nur durch seine Gnade können wir leben, atmen, handeln und sein.

   In unserem Leben gab es zahlreiche unfassbare Situationen, in denen der Herr auf wundervollerweise gewirkt hat und uns vom sicheren Tod und schlimmen Krankheiten beschützt hat. In einer davon wurde unser Sohn Marvin von einem Lastwagen erfasst und geriet fast förmlich unter die Räder. Bis heute noch, wenn ich daran denke, kann ich es nicht überwinden. Nur durch ein Wunder ist er dem Tode entronnen, das aber nur, weil der Herr es wollte, gepriesen sei sein Heiliger Name in Ewigkeit. Auch ich meinerseits habe Heilung vom Herrn empfangen. Dort wo ich starke fürchterliche Schmerzen hatte, kam der Herr in der Stunde des Gebets und ich spürte wie ein Feuer meinen Kopf und Körper durchquerte, dass die Schmerzen sogleich wichen. Unglaubliche, jedoch wahre Erfahrungen!!

   Der Herr befreite mich ebenfalls von meiner Sucht hinsichtlich dem Alkoholkonsum und der Zigarette. Meine Tochter Melanie empfing ebenso den Heiligen Geist im Alter von 24 Jahren in der Gemeinde Düsseldorf. Eines Abends knieten wir uns nach dem Gottesdienst hin und beteten und priesen den Herrn. Auch sie tat es und fing plötzlich an in verschiedenen fremden Sprachen zu sprechen. Es war wunderbar und zeitgleich unerwartet. Sie hat den Heiligen Geist relativ schnell empfangen und die ganze Gemeinde preiste ergriffen den Herrn. Oftmals haben wir alle Heilung durch den Herrn bekommen, dafür danken wir ihm endlos.

   Ohne Christus weiß ich, dass ich tot bin. Ich will ewiglich mit ihm, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist, in seinem Himmelreich leben. Für alles in meinem Leben danke ich dem Herrn.