Eugenik und Darwins Lehre

Im Jahr 2010 begingen wir den zweihundertsten Geburtstag von Charles Darwin und den
einhundertfünfzigsten Jahrestag der Veröffentlichung seines Buches "Über den Ursprung
der Arten durch natürliche Selektion: Erhaltung der begünstigten Arten im Kampf des
Lebens". Viel wurde in diesem Jahr und wird noch geschrieben, obwohl die Welt sich mehr
und mehr bewußt ist, das die Arten bereits gestaltet sind. Eine Verwandlung einer Art in
die andere findet nicht statt, insbesondere nicht bei den hoch entwickelten Arten, etwa das
der Mensch aus einer einfacheren Art, etwa einer Amöbe, hervorging. Statt dessen findet
eine Mikroevolution satt. Jede Art passt sich der Umgebung an, in der sie lebt.

Heute sich diese Fakten wissenschaftlich belegt und es ist eine Frage der Zeit, bis dies in
der breiten Öffentlichkeit und von denen, die in wissenschaftliche Arbeiten eingebunden
sind, verstanden wird.

Wie wenig ist hingegen bekannt, das die darwinistische Lehre zu einer Lehre der Eugenik
(Anm. : Erbhygiene oder Erbgesundheitslehre) führte, die als eine
pseudowissenschaftliche Bewegung und Ideologie zu den Grausamkeiten des Zweiten
Weltkriegs führte? Und so begann alles.

In seiner ersten Arbeit teilte Darwin (wissenschaftlich zumeist falsch) mit, das die Existenz
des Menschen auf einer zufälligen Entwicklung aus einem Einzeller beruht. In seinem
zweiten Werk "vom Ursprung des Menschen", fünfzehn Jahre nach dem Erstlingswerk
veröffentlicht, unterstrich Darwin die Hierarchie der Arten als Folge einer Entwicklung
durch natürliche Selektion: zu den "minderwertigen" Rassen zählte er die "Wilden",
Afrikaner, Indianer usw., und zu der "überlegenen" Rasse die "zivilisierten" Europäer" und
teilweise die "nördliche" Rasse. Heute ist dies wissenschaftlich völlig widerlegt. Es gibt
keine genetisch bedingte überlegene Veranlagung, sondern, wie die Bibel sagt: "und er
hat aus einem Blut jedes Volk der Menschheit gemacht" (Apostelgeschichte 17:26).

Als Francis Galton, ein Cousin Darwins, 1860 seine Arbeit las, hatte er folgende
Eingebung: seit die menschliche Gesellschaft versucht, die Schwachen, Kranken,
Unterpriviligierten und Untalentierten zu schützen und ihnen zu helfen, steht sie im
Widerspruch zu dem Gesetz der natürlichen Auslese, durch das diese Menschen aus der
Gesellschaft eliminiert würden. In Fortsetzung der Darwinschen "Entwicklung" hätten
Schritte folgen müssen, das die "Priviligierten" wachsen (positive Erbhygiene) und die
Behinderten und Schwachen ausgelöscht würden (negative Erbhygiene). Ein perfektes
Beispiel ist die Aufzucht von Tieren mit gewünschten Eigenschaften. Um eine reine Zucht
Rennpferde zu erhalten, muß man diese mit anderen Pferden gleicher Eigenschaft
kreuzen und Rückzüchtung vermeiden.

Deshalb erfand Galton 1883 den Begriff der Erbhygiene als eine Studie aller Parameter
unter menschlicher Kontrolle, welche die rassische Qualität zukünftiger Generationen
verbessern oder zerstören kann.

Die Bewegung der Erbhygiene wurde ohne Bewertung in vielen Ländern angenommen
und angewendet, etwa in den Vereinigten Staaten. Nach einigen Jahren gipfelte dies in
den 1940er Jahren in Deutschland in Hitlers Gesetze zur Rassenreinheit. Nichts sollte die
Reinheit und Entwicklung der arischen Rasse behindern. All dies wurde "wissenschaftlich"
durch Darwins "Lehre" der natürlichen Auslese "belegt". Ganze Gruppen von Menschen,
etwa geistig Behinderte, Blinde, Körperbehinderte, aber auch Gruppierungen wie
Zigeuner, Juden und Andere wurden als minderwertig und entartet bezeichnet.
Sie wurden gebrandmarkt und isoliert, andere zur Sterilisation oder Sterbehilfe gezwungen
oder anderen Formen der Massenvernichtung zugeführt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden diese Praktiken von allen Ländern als Verbrechen
gegen die Menschlichkeit verurteilt. Viele wissen aber nicht, daß der pseudo-
wissenschaftliche Überbau zu all diesen Scheußlichkeiten aus Darwins Theorie hergeleitet
wurde! Vielen ist jedoch nicht bewußt, daß sie durch das Anerkenntnis dieser
wissenschaftlich falschen Lehre der Evolution im Prinzip Anhänger "Hitlerscher" Lehren
sind!

Glückselig sind diejenigen, die an Gottes Wort glauben. Er, der alle Menschen gleich
ansieht: "Nach diesen sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte,
aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron
und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Kleidern, und Palmzweige waren in ihren
Händen, und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Das Heil ist bei unserem Gott, der
auf dem Thron sitzt, und bei dem Lamm!" (Offenbarung 7:9 -10).

Laßt uns auch dabei sein. (AP/hpm)